Russland sucht politischen Einfluss in Afrika bei begrenzten wirtschaftlichen Mitteln
![Russian President Vladimir Putin speaks with Equatorial Guinea's President Teodoro Obiang Nguema Mbasogo at the Grand Kremlin Palace in Moscow, Tuesday, October 27, 2026 [Maxim Shipenkov/Pool via AP Photo]](/_next/image?url=https%3A%2F%2Fwww.aljazeera.com%2Fwp-content%2Fuploads%2F2026%2F10%2Fap_6ae1bd5972286-1793178969.jpg%3Fresize%3D1920%252C1440&w=3840&q=75)
Wichtige Erkenntnisse
- Russlands Handelsvolumen mit Afrika ist ein Bruchteil dessen von China und der EU.
- Human Rights Watch berichtet von Menschenrechtsverletzungen durch das Africa Corps in Mali.
- Bis Juni 2026 starben 502 Afrikaner im Ukraine-Krieg.
OPA NACHRICHTENDIENST, 29. Okt. (OPA) — Das Handelsvolumen zwischen Russland und Afrika belief sich 2025 auf rund 28 Milliarden US-Dollar. Im Vergleich dazu erreichten China 348 Milliarden und die Europäische Union 395 Milliarden US-Dollar im Jahr 2024. Moskau positioniert sich zwar als Alternative zum Westen, hat jedoch Schwierigkeiten, militärische Kooperation in langfristige wirtschaftliche Stabilität zu übersetzen.
Für die Militärregierungen in Mali, Burkina Faso und Niger bietet das «Africa Corps» des russischen Verteidigungsministeriums unmittelbare Sicherheitshilfe nach dem Abzug französischer Truppen. Diese Partnerschaft steht international in der Kritik: Human Rights Watch dokumentierte Vorwürfe von Tötungen an Zivilisten und Folter durch russische Kräfte in Mali.
Auch der menschliche Preis der Allianz sorgt für Spannungen. Recherchen von «Journalists for Justice» belegen, dass bis Juni 2026 insgesamt 502 afrikanische Staatsbürger im Ukraine-Konflikt ums Leben kamen. Die russische Strategie konzentriert sich auf Rohstoffsektoren wie Gold in Mali, Bauxit in Guinea und Uran in Niger, wobei westliche Firmen wie das französische Unternehmen Orano verdrängt werden.
Analysten warnen, dass die Abhängigkeit von russischer Sicherheitshilfe zwar das Überleben der Regime kurzfristig sichern mag, aber keine dauerhafte geopolitische Loyalität garantiert. Zudem dürfe die Präsenz russischer Flaggen bei lokalen Demonstrationen nicht mit breiter öffentlicher Unterstützung gleichgesetzt werden; für viele afrikanische Regierungen sei die Beziehung eine pragmatische Entscheidung.
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Mohammad Karamali
Verifizierter NachrichtenkorrespondentSenior correspondent covering geopolitics, regional developments, and strategic international affairs for OPA News (Optimum Public Affairs).
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