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Wirtschaft

Der Aktienmarkt ist ein hohler Baum, der bald brechen könnte, warnt Anleihekönig Gundlach

MarketWatch•2 min read•2. Okt. 2026•Updated: vor 5 T.•REF: OPA-261002-NW1
Der Aktienmarkt ist ein hohler Baum, der bald brechen könnte, warnt Anleihekönig Gundlach

Wichtige Erkenntnisse

  • Jeffrey Gundlach warnt, dass die Aktienmarktbewertungen von den wirtschaftlichen Fundamentaldaten entkoppelt sind.
  • Die Analogie des hohlen Baums unterstreicht strukturelle Schwächen durch übermäßige Schulden und fiskalische Instabilität.
  • Anlegern wird geraten, auf defensive Vermögenswerte umzusteigen, um Risiken einer bevorstehenden Marktkorrektur zu mindern.
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Jeffrey Gundlach, der renommierte CEO von DoubleLine Capital und weithin als „Anleihekönig“ bekannt, hat eine deutliche Warnung bezüglich des aktuellen Zustands des globalen Aktienmarktes ausgesprochen. Trotz des vorherrschenden Optimismus unter Privatanlegern und institutionellen Investoren, die rekordverdächtige Indizes sehen, bezeichnet Gundlach den Markt als einen „hohlen Baum“, der strukturell instabil ist und möglicherweise kurz vor einem katastrophalen Zusammenbruch steht. Er argumentiert, dass die oberflächliche Performance tiefsitzende Schwachstellen maskiert, die von Marktteilnehmern ignoriert werden.

In seiner jüngsten Markteinschätzung hob Gundlach mehrere Kennzahlen hervor, die auf eine bevorstehende Korrektur hindeuten. Er wies auf die wachsende Diskrepanz zwischen Aktienbewertungen und den zugrunde liegenden wirtschaftlichen Fundamentaldaten hin und stellte fest, dass das Gewinnwachstum der Unternehmen nicht mit den steigenden Aktienkursen Schritt halten kann. „Der Markt verhält sich wie ein hohler Baum“, erklärte Gundlach während eines kürzlichen Investorenbriefings und betonte, dass das Äußere zwar robust erscheine, die innere Struktur jedoch durch übermäßige Verschuldung, Inflationsdruck und unhaltbare Finanzpolitik erodiert sei.

Diese Perspektive wurzelt in Gundlachs langjähriger Skepsis gegenüber dem aktuellen geldpolitischen Umfeld. Er war historisch gesehen ein lautstarker Kritiker der interventionistischen Politik der Federal Reserve und argumentierte, dass die künstliche Unterdrückung der Zinssätze die Preisgestaltung von Vermögenswerten verzerrt und übermäßige Risikobereitschaft gefördert habe. Seine Karriere, die von erfolgreichen Vorhersagen der Finanzkrise 2008 und nachfolgender Marktzyklen geprägt ist, verleiht seinem aktuellen bärischen Ausblick erhebliches Gewicht. Er sieht die aktuelle Wirtschaftslandschaft als Fortsetzung systemischer Ungleichgewichte.

Die Auswirkungen eines solchen Zusammenbruchs wären weitreichend und würden nicht nur institutionelle Portfolios, sondern auch die Altersvorsorge von Millionen von Privatanlegern betreffen. Gundlach warnt, dass, wenn der „hohle Baum“ schließlich bricht, die resultierende Volatilität wahrscheinlich durch Liquiditätsengpässe am Anleihemarkt und einen Mangel an wirksamen politischen Instrumenten zur Abmilderung der Folgen verschärft wird. Anleger, die sich stark auf passive Indexfonds verlassen haben, könnten sich als besonders anfällig erweisen.

Mit Blick auf die Zukunft rät Gundlach zu einer defensiven Positionierung und einem Fokus auf hochwertige Vermögenswerte, die wirtschaftlichen Turbulenzen standhalten können. Er deutet an, dass die Ära des „billigen Geldes“ sich dem Ende zuneigt und Anleger sich auf eine Phase erhöhter Volatilität und geringerer Renditen einstellen müssen. Seine Analyse dient als ernüchternde Erinnerung daran, dass Marktzyklen unvermeidlich sind und die aktuelle Phase der Überschwänglichkeit die frühen Stadien einer bedeutenden strukturellen Neuausrichtung maskieren könnte, die die globalen Finanzmärkte für Jahre neu definieren könnte.

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Mohammad KaramaliStaff JournalistToronto, Canada

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