Reallöhne in europäischen Großvolkswirtschaften vor Rückgang – Ausnahme Deutschland

Wichtige Erkenntnisse
- Reallohnrückgang in den meisten europäischen Kernländern
- Deutschland profitiert von Fachkräftemangel und Tarifmacht
- Energiekosten und Inflation bleiben zentrale Risikofaktoren
Laut OECD-Beschäftigungsausblick 2026 werden die Reallöhne in Italien, Spanien, Frankreich und Großbritannien zwischen 2026 und 2027 sinken. Deutschland bleibt die einzige große Volkswirtschaft mit stetigem Wachstum. Geopolitische Spannungen und Energiekosten gefährden die Kaufkraft in Europa.
Italien verzeichnet mit einem Rückgang von 1,9 % bis Ende 2026 den stärksten Einbruch. In Spanien drückt die Inflation die Löhne bis Ende 2027 um 0,7 %. Ökonom Alexandre Georgieff führt die Unterschiede auf die jeweilige Inflationslage und Arbeitsmarktbedingungen zurück.
In Großbritannien erreichen die Reallöhne Ende 2026 ihren Tiefpunkt. Charles Cotton (CIPD) warnt vor Belastungen durch Nahost-Konflikte und steigende Sozialabgaben. Frankreich kommt dank Kernenergie mit einem moderaten Minus von 0,5 % glimpflich davon.
Deutschland wächst bis Ende 2027 um 1,7 %, gestützt durch Fachkräftemangel und starke Tarifabschlüsse. Die OECD warnt, dass die europäische Lohnerholung von der Dauer globaler Energieschocks abhängt.
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