Italienische Stahlarbeiter kündigen landesweiten Streik wegen drohender Werksschließungen an

Wichtige Erkenntnisse
- Landesweiter Streik am 12. Oktober
- Über 2.000 Arbeitsplätze gefährdet
- Regierung plant Notfalldekret
Gewerkschaften in Italien haben für den 12. Oktober zu einem landesweiten Streik aufgerufen, nachdem Regierungsgespräche zur Krise bei den ehemaligen Ilva-Standorten gescheitert sind. Die Entscheidung von Acciaierie d’Italia, den Betrieb einzustellen, gefährdet über 2.000 Arbeitsplätze. Die Produktion in Taranto wurde gestoppt, die Öfen befinden sich im technischen Standby.
Lokalpolitiker und Gewerkschaftsführer verurteilten die drohenden Schließungen scharf. Michele de Palma (Fiom-Cgil) betonte, dass die Arbeiter nicht für Managementfehler haften dürfen. Die Maßnahmen wurden als katastrophal für die nationale Industrie bezeichnet.
Der Stopp erfolgt aufgrund eines Urteils des Berufungsgerichts Mailand, während eine Entscheidung des Kassationsgerichts am 20. Oktober aussteht. Experten warnen, dass ein vollständiges Abkühlen der Hochöfen irreparable Schäden verursachen würde.
Die italienische Regierung kündigte für Dienstag ein Notfalldekret an, um Löhne zu sichern und die Betriebsfähigkeit zu erhalten, während gleichzeitig ein langfristiger Übergang zu umweltfreundlicheren Stahltechnologien geplant ist.
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