IWF drängt Großbritannien zu Sozialkürzungen statt Bankensteuererhöhungen

Wichtige Erkenntnisse
- IWF empfiehlt Ausgabendisziplin statt Steuererhöhungen
- Warnung vor 20 Milliarden Pfund Verlust an Wirtschaftsleistung
- Britische Banken mit 46,5 % Steuerlast international im Nachteil
Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat die britische Regierung aufgefordert, vor dem kommenden Haushalt Sozialausgaben zu kürzen, anstatt die Steuern für den Bankensektor zu erhöhen. Helge Berger vom IWF betonte, dass das Steuerniveau bereits historisch hoch sei, und empfahl Strukturreformen, etwa bei der Renten-„Triple-Lock“-Regelung.
Finanzminister John Healey erwägt, den Bankenzuschlag von 3 % auf 8 % anzuheben, was jährlich 2 Milliarden Pfund einbringen soll. Branchenführer warnen jedoch vor einer Wachstumsbremse. Laut UK Finance könnte dies die Kreditvergabe um 17,5 Milliarden Pfund senken und die Wirtschaft bis zu 20 Milliarden Pfund an Wertschöpfung kosten.
Die Debatte offenbart Spannungen in der Regierung, die den Bankensektor als „Kronjuwel“ bezeichnet, ihn aber gleichzeitig steuerlich stärker belastet. Britische Banken tragen derzeit eine Steuerlast von 46,5 %, deutlich mehr als in Frankfurt oder New York.
Kurz vor der Budgetvorlage steht die Regierung unter Druck: Gewerkschaften fordern höhere Steuern, während die Finanzbranche vor Kapitalflucht warnt. Der IWF unterstreicht, dass fiskalische Nachhaltigkeit durch Ausgabendisziplin erreicht werden sollte.
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