Studie: Geringer Koffeinkonsum bei Kindern mit Gehirnveränderungen verknüpft

Wichtige Erkenntnisse
- Zusammenhang zwischen Koffein und Gehirnstruktur bei Kindern
- Schlafstörungen als Treiber für psychische Probleme
- Kritik an unzureichenden Regulierungen für Softdrinks
Eine Studie des King's College London legt nahe, dass bereits zwei Dosen Limonade pro Woche bei Kindern im Alter von 9 bis 11 Jahren mit subtilen Gehirnveränderungen und psychischen Risiken korrelieren. Die Untersuchung von 9.600 Kindern ergab, dass 90 mg Koffein wöchentlich mit kleineren Hirnarealen für logisches Denken und Gedächtnis einhergehen.
Die Hauptautorin Prof. Divyangana Rakesh betont, dass die Normalisierung von Koffein dessen Auswirkungen auf das wachsende Gehirn verschleiert. Schlafmangel ist dabei ein kritischer Faktor für emotionale Probleme wie Angst und Depression. Die Forscher räumen ein, dass die Abgrenzung zu hohem Zuckerkonsum schwierig bleibt.
Großbritannien verbietet ab 2027 Energy-Drinks für unter 16-Jährige. Die Autoren halten dies für unzureichend, da auch gängige Limonaden signifikante Koffeinmengen enthalten. Experten mahnen zur Vorsicht bei der Interpretation direkter Kausalzusammenhänge.
Das Team plant weitere Studien, um Koffein von Zucker und Bewegungsmangel zu isolieren. Die Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit, Kennzeichnungen und Verkaufsbeschränkungen zum Schutz der Jugend zu überdenken.
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