Studie: Verzehr von Obst- und Gemüseresten steigert Ballaststoffzufuhr

Wichtige Erkenntnisse
- Kiwi mit Schale liefert 50 Prozent mehr Ballaststoffe.
- Nur 4 Prozent der Erwachsenen erreichen die tägliche Zielmenge von 30 Gramm Ballaststoffen.
- Grüne Kartoffeln und Rhabarberblätter sind aufgrund ihrer Toxizität zu meiden.
OPA NACHRICHTENDIENST, 1. Nov. (OPA) — Die Untersuchung von zwölf Obst- und Gemüsesorten, darunter Kiwi, Ananas und Brokkoli, belegt den hohen Nährwert der oft entsorgten Pflanzenteile. So liefert eine Kiwi mit Schale 50 Prozent mehr Ballaststoffe als geschälte Früchte; der Strunk einer Ananas enthält sogar die fünffache Menge an Ballaststoffen im Vergleich zum Fruchtfleisch.
Daten zeigen, dass nur vier Prozent der Erwachsenen die empfohlene Tagesdosis von 30 Gramm Ballaststoffen erreichen. Diese sind für die Verdauung essenziell und senken das Risiko für Herzkrankheiten und Darmkrebs. Studienleiterin Dr. Rachel Gibson bezeichnet das Wegwerfen dieser Teile als ernährungsphysiologischen und finanziellen Verlust und empfiehlt die Verarbeitung durch Mixen, Dämpfen oder Anbraten.
In einem neunwöchigen Testlauf in einer Universitätskantine machten Gerichte, die ganze Pflanzenbestandteile nutzten, ein Drittel des Tagesumsatzes aus. Trotz anfänglicher Skepsis zeigte das Projekt, dass sich diese Zutaten in den Alltag integrieren lassen. Kirsten Jackson von der British Dietetic Association mahnt jedoch zur gründlichen Reinigung und einer schrittweisen Erhöhung der Ballaststoffzufuhr, um Verdauungsprobleme zu vermeiden.
Experten warnen vor bestimmten Pflanzenteilen: Grüne Kartoffeln und Rhabarberblätter enthalten giftige Verbindungen. Zudem können harte Stiele für Kleinkinder eine Erstickungsgefahr darstellen. Die British Nutrition Foundation unterstützt die Reduzierung von Lebensmittelabfällen, betont aber, dass Sicherheit und Zubereitungsmethoden – etwa feines Zerkleinern oder Einfrieren für Suppen – Vorrang haben müssen.
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Mohammad Karamali
Verifizierter NachrichtenkorrespondentSenior correspondent covering geopolitics, regional developments, and strategic international affairs for OPA News (Optimum Public Affairs).
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