Europaparlament debattiert über Zwangsarbeit in der globalen Fischerei

Wichtige Erkenntnisse
- Berichte über 24-Stunden-Schichten und menschenunwürdige Bedingungen auf hoher See.
- Studien zeigen weit verbreitete Lohnvorenthaltung und hohe Sterblichkeitsraten.
- EU-Regulierung ab 2027 soll Produkte aus Zwangsarbeit vom Markt ausschließen.
Das Europaparlament befasste sich mit erschütternden Berichten über moderne Sklaverei in der Fischereiindustrie. Der indonesische Seemann Fredi Seprizal berichtete von 16 Monaten Zwangsarbeit auf einem chinesischen Schiff, inklusive 24-Stunden-Schichten und extremer Mangelernährung.
Forschungen von Sallie Yea belegen systemische Ausbeutung: 94 % der befragten Arbeiter aus Asien und Fidschi erhielten keinen Lohn, 25 % erlebten den Tod eines Kollegen. Auf jedem vierten untersuchten Schiff gab es Todesfälle.
Carmen Crespo, Vorsitzende des Fischereiausschusses, forderte transparente Lieferketten und einheitliche ethische Standards. Die Internationale Arbeitsorganisation kritisierte, dass nur 27 Staaten das Übereinkommen über die Arbeit im Fischereisektor ratifiziert haben, was zu massiven regulatorischen Lücken führt.
Industrieverbände fordern, den Marktzugang in der EU an strikte Arbeitsstandards zu knüpfen. Mit der vollständigen Umsetzung der EU-Verordnung gegen Zwangsarbeit bis Dezember 2027 sollen unethisch gefangene Meeresfrüchte konsequent aus europäischen Märkten verbannt werden.
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This report was synthesized from Euro News under journalistic fair use.
