Ultraorthodoxer Rabbiner Dov Lando löst politischen Sturm aus

Wichtige Erkenntnisse
- Rabbiner Lando bezeichnet den Zionismus als Katastrophe.
- Die Opposition verurteilt die Aussagen scharf.
- Netanjahus Schweigen gefährdet seine politische Basis.
Der 96-jährige Rabbiner Dov Lando, ein führender Kopf der litauisch-ultraorthodoxen Gemeinschaft in Israel, hat mit Videos, in denen er den Zionismus als „Katastrophe“ für das jüdische Volk bezeichnet, für Empörung gesorgt. Er behauptete, den Juden wäre es ohne einen unabhängigen Staat besser ergangen.
Lando kritisierte religiös-zionistische Soldaten für eine „verzerrte Tora“ und bezeichnete säkulare Israelis als Abtrünnige. Seine Aussagen lösten scharfe Kritik aus.
Oppositionsführer wie Yair Lapid und Naftali Bennett verurteilten die Äußerungen als antizionistisch und antisemitisch. Premierminister Benjamin Netanjahu, dessen Koalition auf die Partei des Rabbiners angewiesen ist, vermeidet eine direkte Verurteilung, was ihm heftige Kritik einbringt.
Der Vorfall belastet Netanjahus Wiederwahlchancen vor den Wahlen am 27. Oktober. Analysten warnen, dass sein Schweigen die Unterstützung in seinem rechten Lager gefährden könnte, während die Opposition ihm vorwirft, politisches Überleben über zionistische Prinzipien zu stellen.
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Agenturquelle
This report was synthesized from Al Jazeera English under journalistic fair use.
