Spanisches Königspaar besucht Ceuta nach beispielloser Migrationskrise

Wichtige Erkenntnisse
- Erster königlicher Besuch in Ceuta seit 2007
- Räumung informeller Lager vor dem Besuch
- Migration als zentrales Wahlkampfthema in Spanien
König Felipe und Königin Letizia besuchen am Dienstag, den 13. Oktober, die Exklave Ceuta – ihre erste Reise dorthin seit 2007. Der Besuch findet statt, während die Stadt versucht, sich nach einer massiven Migrationswelle zu stabilisieren, die die Infrastruktur überlastete und die diplomatischen Beziehungen zwischen Madrid und Rabat belastete.
Der Höhepunkt der Krise war am 30. und 31. Juli, als über 70.000 Menschen die Grenze überquerten, was fast der gesamten Bevölkerung von 80.000 Einwohnern entspricht. Während die meisten zurückkehrten, räumten Sicherheitskräfte am Sonntag das letzte informelle Lager in El Guano, um vor der Ankunft des Königspaares Ordnung zu schaffen.
Der Zustrom hat soziale Spannungen in der Exklave verschärft, in der 40 % der Bevölkerung muslimisch sind. Gemeindevertreter Ahmed Enfed-Dal verurteilte Feindseligkeiten und betonte, dass Bewohner des Viertels El Príncipe während der Krise Frauen und Kinder schützten.
Der Besuch ist ein politisches Signal vor der Parlamentswahl am 29. November, bei der Migration ein zentrales Thema ist. Nach Ceuta reist das Paar am Mittwoch nach Melilla, inmitten sensibler Gebietsansprüche Marokkos.
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