MI5-Chef warnt vor eskalierenden hybriden Bedrohungen durch Russland und Iran

Wichtige Erkenntnisse
- Russland und Iran setzen hybride Taktiken zur Destabilisierung ein.
- Über 50 Festnahmen in Großbritannien mit Iran-Bezug innerhalb eines Jahres.
- Sicherheitsbehörden passen sich an dezentrale, hybride Bedrohungslagen an.
Sir Ken McCallum, Leiter des britischen Inlandsgeheimdienstes MI5, warnt vor einer neuen Ära nationaler Sicherheitsbedrohungen. Er identifizierte Russland als Hauptaggressor und hob eine signifikante Taktikänderung Irans hervor. Beide Nationen nutzen hybride Kriegsführung – von Sabotage bis Cyber-Spionage –, um Infrastrukturen und Gemeinschaften in Großbritannien und Europa anzugreifen.
Im vergangenen Jahr gab es über 50 Festnahmen im Zusammenhang mit iranisch unterstützten Aktivitäten in Großbritannien. McCallum betonte, dass der Iran seine Ambitionen auf militärische Ziele und jüdische Gemeinden ausgeweitet hat; die Gruppe HAYI bekannte sich zu Brandanschlägen auf jüdische Organisationen in Europa.
Russland intensiviert Destabilisierungsversuche, ohne den NATO-Bündnisfall auszulösen. Jüngste Vorfälle, darunter vereitelte Mordanschläge in Deutschland, Sabotage an Unterseekabeln und Angriffe auf Drohnenfabriken in Frankreich, unterstreichen Moskaus Strategie, den Westen zu schwächen und Lieferketten für die Ukraine zu stören.
Der britische Sicherheitsapparat stellt sich auf diese dezentralen Bedrohungen ein. Da die Grenzen zwischen Kriminalität und staatlicher Aggression verschwimmen, müssen westliche Geheimdienste ihre Verteidigung anpassen, um zivile Ziele und kritische Infrastrukturen vor anhaltenden, hochgradig störenden Angriffen zu schützen.
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