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Wissenschaft

Schwimmende Vogelscheuchen: Wie Fischer in Cornwall verhindern, dass Seevögel in ihren Netzen ertrinken

The Gaurdian•3 min read•1. Okt. 2026•Updated: vor 11 T.•REF: OPA-261001-W3C
Schwimmende Vogelscheuchen: Wie Fischer in Cornwall verhindern, dass Seevögel in ihren Netzen ertrinken

Wichtige Erkenntnisse

  • Schwimmende Bojen mit „drohenden Augen“ reduzierten den Beifang von Seevögeln um 59 %.
  • Vogelähnliche Drachen erwiesen sich als äußerst effektiv und senkten die Verfangraten um 71 %.
  • Jährlich sterben etwa 95.000 Tauchvögel in europäischen Stellnetzen, was gezielte Minderungsmaßnahmen unerlässlich macht.
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Innovative Abschreckungsmittel, darunter vogelähnliche Drachen und spezielle schwimmende Bojen, werden von Fischern in Cornwall eingesetzt, um das versehentliche Ertrinken gefährdeter Seevögel in Stellnetzen zu verhindern. Jedes Jahr kommen schätzungsweise 95.000 Tauchvögel, wie Tordalken und Trottellummen, ums Leben, nachdem sie sich in Fischereigeräten vor den europäischen Küsten verfangen haben. Diese neue Initiative, die in Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftlern und der RSPB entwickelt wurde, zielt darauf ab, diese ökologische Krise durch die Einführung visueller Barrieren zu entschärfen, die Vögel davon abhalten, in gefährliche Fischereizonen einzudringen.

Die Wirksamkeit dieser Geräte wird durch fundierte Daten aus einer zweijährigen Studie der Universität Exeter und Fishtek Marine belegt. Die Studie nutzte Kameraüberwachung auf zehn kommerziellen Schiffen, um das Verhalten der Vögel in der Nähe der Ausrüstung zu verfolgen. Die Ergebnisse zeigten, dass die „Looming-Eyes-Boje“ (LEB), die über einen rotierenden Kopf mit großen Augen verfügt, den Beifang von Seevögeln um 59 % reduzierte. Noch beeindruckender ist, dass die vogelähnlichen Drachen eine Reduzierung der Verfangraten um 71 % erreichten. Tom Horton, der leitende Forscher, stellte fest, dass diese Ergebnisse einige der bisher stärksten Beweise dafür liefern, dass praktische und kostengünstige Abschreckungsmittel die Sterblichkeitsraten gefährdeter Arten erheblich senken können.

Historisch gesehen stellten Stellnetze – vertikale Netzwände, die unter der Oberfläche hängen – eine tödliche Bedrohung für das Meeresleben dar und fingen oft wahllos Nicht-Zielarten ein. Die Untersuchung hob hervor, dass das Beifangrisiko stark saisonabhängig ist, wobei die Mehrheit der Vorfälle in Cornwall in den Wintermonaten auftritt. Durch die Identifizierung dieser zeitlichen Muster können Naturschützer den Fischern nun gezielte Strategien an die Hand geben. Dies stellt sicher, dass Minderungsmaßnahmen nur dann und dort eingesetzt werden, wo sie am dringendsten benötigt werden, wodurch die Rentabilität der kommerziellen Fischerei mit dem Umweltschutz in Einklang gebracht wird.

Die Auswirkungen dieser Studie reichen weit über die Küste Cornwalls hinaus und bieten ein skalierbares Modell für die weltweite Fischerei, die mit ähnlichen Beifangproblemen zu kämpfen hat. Für die Fischereiindustrie stellt die Implementierung dieser Geräte einen Wandel hin zu nachhaltigeren Praktiken dar, ohne dass erhebliche betriebliche Belastungen entstehen. Yann Rouxel, Programmmanager für Beifang bei der RSPB, betonte, dass dieser Meilenstein beweist, dass Naturschutzziele und kommerzielle Fischereiinteressen nicht unvereinbar sein müssen, sofern evidenzbasierte Lösungen in den täglichen maritimen Betrieb integriert werden.

Mit Blick auf die Zukunft könnte die Integration dieser Abschreckungsmittel in die Standardfischereiprotokolle die Überlebenschancen europäischer Seevogelpopulationen grundlegend verändern. Experten schlagen vor, dass die nächste Phase dieses Projekts eine breitere Einführung in verschiedenen Regionen und möglicherweise die Verfeinerung der Technologie zur Bewältigung spezifischer Vogelverhaltensweisen umfassen wird. Da die Industrie unter zunehmendem Druck steht, nachhaltige Praktiken einzuführen, bieten diese einfachen, aber effektiven Werkzeuge einen klaren Weg nach vorne. Sie zeigen, dass technologische Innovation in Verbindung mit wissenschaftlicher Forschung die biologische Vielfalt der Meere erfolgreich bewahren und gleichzeitig die Lebensgrundlage der Küstengemeinden unterstützen kann.

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MK
Mohammad KaramaliStaff Journalist

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This report was synthesized from The Gaurdian under journalistic fair use.