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Wissenschaft

KI knackt Napoleons Code nach zwei Jahrhunderten

Euro News•3 min read•2. Okt. 2026•Updated: vor 6 T.•REF: OPA-261002-DR1
KI knackt Napoleons Code nach zwei Jahrhunderten

Wichtige Erkenntnisse

  • Das GPT-6 Astra-Modell von OpenAI entschlüsselte einen 200 Jahre alten verschlüsselten Brief aus der Napoleon-Ära in nur sechs Stunden.
  • Der Brief vom März 1809 beschreibt Truppenpositionen und strategische Warnungen bezüglich des bevorstehenden Konflikts mit Österreich.
  • Die erfolgreiche Entschlüsselung wurde vom Cryptiana-Forscher Satoshi Tomokiyo verifiziert und markiert einen Meilenstein in der KI-gestützten historischen Forschung.
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Künstliche Intelligenz hat einen historischen Durchbruch erzielt, indem sie einen streng geheimen militärischen Brief im Auftrag von Napoleon Bonaparte entschlüsselt hat, der über zwei Jahrhunderte lang unlesbar geblieben war. Das Dokument stammte aus dem Hauptquartier von Eugène de Beauharnais, dem Vizekönig von Italien, und war ein verschlüsseltes Truppen-Briefing für den französischen General Auguste de Marmont. Dieses komplexe historische Rätsel wurde schließlich von Carter Church, einem Ingenieur bei der Cybersicherheitsfirma SentinelOne, gelöst, der das GPT-6 Astra-Modell von OpenAI nutzte, um die Lücke zwischen der Kryptographie des 19. Jahrhunderts und moderner Rechenleistung zu schließen.

Das KI-Modell transkribierte das Bild erfolgreich und knackte die komplizierte homophone Substitutionsverschlüsselung in etwa sechs Stunden. Laut Church bestand der Prozess darin, die 1.202 mal 1.836 große Platte in handhabbare Zeilen zu schneiden, 175 verschiedene handgezeichnete Zeichen zu identifizieren und diese mit historischen Aufzeichnungen abzugleichen. Der entschlüsselte Text enthüllt spezifische Truppenbewegungen, einschließlich der Positionen bayerischer, polnischer und französischer Streitkräfte. Napoleons Anweisung betonte, dass die Nachricht von einem zuverlässigen Offizier überbracht werden müsse, und besagte: „Die Russen marschieren gegen Österreich, und die Armee von Friaul zählt heute achtzigtausend Mann“.

Historisch gesehen stammt dieses Dokument aus dem März 1809, einer Zeit, in der Europa am Rande eines Krieges stand. Österreich bereitete sich aktiv darauf vor, die französische Vorherrschaft herauszufordern, während ein bedeutender Teil von Napoleons militärischer Stärke im Spanischen Unabhängigkeitskrieg gebunden war. General Marmont, der in Dalmatien stationiert war, sah sich der ständigen Bedrohung der Isolation ausgesetzt, sollte eine österreichische Offensive stattfinden. Napoleons Korrespondenz sollte seine Kommandeure über das enorme Ausmaß der französisch-verbündeten Streitkräfte beruhigen und sie dazu drängen, sich nicht von lokalem Widerstand oder kleineren Scharmützeln einschüchtern zu lassen.

Die Auswirkungen dieser Entdeckung gehen über bloße historische Neugier hinaus, da sie den tiefgreifenden Nutzen von KI in der Archivforschung und Kryptoanalyse demonstriert. Durch die erfolgreiche Rekonstruktion des Inhalts dieses verschlüsselten Briefings haben Forscher ein klareres Verständnis der strategischen Kommunikationsprotokolle gewonnen, die während der Napoleonischen Kriege verwendet wurden. Die Enthüllung, dass Österreich auf den „Untergang“ zusteuerte, weil es von allen Seiten angegriffen wurde, bietet einen lebendigen Einblick in die psychologische Kriegsführung und strategische Planung, die die Ära prägten, und bietet Historikern eine neue Perspektive auf die Zeit vor der Offensive von 1809.

Mit Blick auf die Zukunft setzt dieser Durchbruch einen neuen Präzedenzfall dafür, wie künstliche Intelligenz genutzt werden kann, um riesige Mengen verschlüsselter historischer Daten zu erschließen, die zuvor als unlösbar galten. Experten schlagen vor, dass die von Church entwickelte Methodik – die Kombination von Bildtranskription mit automatisierter Codeknackung – auf Tausende anderer ungelesener Dokumente in globalen Archiven angewendet werden könnte. Während sich KI-Modelle weiterentwickeln, wird die Barriere zwischen Vergangenheit und Gegenwart dünner und verspricht eine Zukunft, in der die Geheimnisse der Geschichte nicht mehr hinter den Grenzen der manuellen menschlichen Entschlüsselung verborgen bleiben.

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Mohammad KaramaliStaff JournalistToronto, Canada

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