Online-Händler Asos untersucht Cyber-Erpressung nach manipulierten Push-Benachrichtigungen

Wichtige Erkenntnisse
- Manipulation von Push-Benachrichtigungen für Erpressungsversuche bei Asos
- Möglicher Zugriff auf Kundennamen und Kontakte, keine Finanzdaten betroffen
- Untersuchung der Sicherheitslücken bei Drittanbieter-Cloud-Integrationen
Der britische Online-Modehändler Asos bewältigt derzeit die Folgen eines Cyber-Erpressungsversuchs, nachdem Kunden unbefugte Push-Benachrichtigungen über eine Sicherheitslücke erhalten hatten. Die manipulierten Warnungen, die direkt an den Datenschutzbeauftragten und das IT-Team gerichtet waren, behaupteten, die Angreifer hätten die Systeme von Asos kompromittiert. Der Angriff zielte speziell auf Drittanbieter-Plattformen ab, die für die Kommunikation mit App-Nutzern verwendet werden.
Die Benachrichtigungen lauteten: „Sehr geehrter DPO und IT-Team von Asos, wir haben die Snowflake-Instanz vollständig kompromittiert. Treten Sie mit uns in Kontakt, sonst veröffentlichen wir die Daten.“ Die Nachricht enthielt einen Link zu einem Telegram-Kanal, der angeblich von der „Xuanye Group“ betrieben wird. Asos bestätigte in einer offiziellen Stellungnahme, dass unbefugte Aktivitäten auf Drittplattformen untersucht werden und man den Zugriff auf diese Dienste eingeschränkt habe.
Snowflake ist eine Cloud-Datenplattform für Transaktionsmanagement und Kundendaten. Asos räumte ein, dass Namen und Kontaktdaten eingesehen worden sein könnten, betonte jedoch, dass keine Passwörter oder Finanzdaten betroffen seien. Die App und die Website funktionieren weiterhin normal.
Der Vorfall unterstreicht die Schwachstellen bei Cloud-Integrationen von Drittanbietern. Asos arbeitet mit Sicherheitsexperten zusammen, um den Umfang des Datenabflusses zu klären. Dies verdeutlicht das Risiko, wenn Kriminelle administrative Kanäle kapern, um Lösegeldforderungen direkt an Kunden zu senden.
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