Asos untersucht Datenleck nach Erpressungsversuchen

Wichtige Erkenntnisse
- Hacker senden Erpressungsnachrichten direkt an Kunden-Smartphones
- Snowflake weist Vorwürfe einer Systemkompromittierung zurück
- Aktienkurs von Asos sinkt um über 9 Prozent
Der Online-Modehändler Asos ist Opfer eines massiven Cyberangriffs geworden. Hacker verschafften sich Zugriff auf Kommunikationssysteme Dritter und sendeten Erpressungsnachrichten direkt an die Smartphones von Kunden. Asos bestätigte den möglichen Abfluss von Kontaktdaten, betonte jedoch, dass keine Zahlungsdaten oder Passwörter kompromittiert wurden.
Die Gruppe „Xuanye“ behauptet, die Snowflake-Cloud-Plattform gehackt zu haben, was Snowflake jedoch entschieden zurückweist. Die Asos-Aktie verlor nach Bekanntwerden über 9 %. Experten werten die direkten Nachrichten als psychologische Kriegsführung, um Druck auf das Management auszuüben.
Der Vorfall trifft den britischen Einzelhändler in einer kritischen Phase der Umstrukturierung. Mit 17 Millionen Nutzern ist Asos Teil einer Welle von Cyberangriffen auf britische Unternehmen.
Asos versichert, dass die Plattform sicher sei und mahnt zur Vorsicht bei verdächtigen Anfragen. Das Unternehmen arbeitet mit Behörden zusammen, um die gesetzlichen Offenlegungspflichten zu erfüllen und den Vorfall forensisch aufzuarbeiten.
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