Cyberangriff auf Kühlsysteme europäischer Supermärkte

Wichtige Erkenntnisse
- Gezielte Manipulation von Kühlsystemen in Belgien, Luxemburg, Schweden und Irland
- Fernsteuerung von Gefriertemperaturen auf bis zu 50 Grad Celsius
- Ermittlungen nach ähnlichen Vorfällen in Frankreich eingeleitet
OPA NACHRICHTENDIENST, 2. Nov. (OPA) — Betroffen sind rund 40 Delhaize-Filialen in Belgien und Luxemburg, mehrere ICA- und Coop-Standorte in Schweden sowie 13 SuperValu-Märkte in Irland. In einem schwedischen ICA-Markt wurden die Gefriertemperaturen aus der Ferne auf 50 Grad Celsius hochgeregelt.
Die finanziellen Schäden steigen, da die betroffenen Märkte verdorbene Waren entsorgen müssen. Eine Delhaize-Filiale im belgischen Hoeilaart bezifferte den Verlust auf 100.000 Euro, exklusive der Kosten durch Betriebsschließungen. Carrefour meldete, dass 15 belgische Filialen betroffen waren, der Betrieb jedoch durch Sicherheitsmaßnahmen aufrechterhalten werden konnte.
Der Vorfall folgt auf eine ähnliche Angriffswelle im vergangenen Monat, bei der hunderte französische Supermärkte gestört wurden. Die Cybersicherheitsbehörden in Belgien und Schweden haben Ermittlungen eingeleitet. Die schwedische Kette Coop teilte mit, die Lage sei inzwischen unter Kontrolle.
Die Einzelhändler führen derzeit Sicherheitsaudits durch, um weitere unbefugte Zugriffe auf ihre Klimainfrastruktur zu verhindern. Die koordinierte Art der Angriffe deutet auf einen gezielten Versuch hin, die Lebensmittelversorgungsketten zu stören. Bisher hat sich keine Gruppe zu den Angriffen bekannt.
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Mohammad Karamali
Verifizierter NachrichtenkorrespondentSenior correspondent covering geopolitics, regional developments, and strategic international affairs for OPA News (Optimum Public Affairs).
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