Jemenitischer Separatistenführer kehrt zurück und vertieft Risse in der Anti-Huthi-Koalition

Wichtige Erkenntnisse
- Zubaidi ruft zur Generalmobilmachung im Süden auf
- Spannungen zwischen STC und dem Präsidentenrat nehmen zu
- Spekulationen über geheime Verhandlungen mit Saudi-Arabien
Aidarous al-Zubaidi, Anführer des von den VAE unterstützten Übergangsrates des Südens (STC), ist nach Monaten erstmals wieder in einer Fernsehansprache aufgetreten. Zum 63. Jahrestag der Revolution vom 14. Oktober rief er zur „Generalmobilmachung“ im Süden des Jemen auf. Die Verwendung von Karten und Flaggen eines unabhängigen Südens signalisiert ein neues Streben nach Autonomie, das das fragile Anti-Huthi-Bündnis gefährdet.
Zubaidi forderte die Stämme im Süden auf, sich zur Verteidigung ihrer Heimat bereitzuhalten, und appellierte an Saudi-Arabien, die Verfassungserklärung des STC anzuerkennen. Obwohl er Huthi-Angriffe verurteilte, wurde er von Medien des Präsidentenrates als „Flüchtling“ bezeichnet, der den Konflikt für politische Zwecke ausnutze.
Der STC hatte Ende 2025 versucht, den Süden und Osten zu kontrollieren, was zu Konflikten mit saudi-arabisch unterstützten Kräften und dem Rückzug der VAE-Militärhilfe führte. Nach diesem Scheitern wurde Zubaidi des Hochverrats beschuldigt. Sein Wiederauftauchen deutet auf mögliche Hinterzimmerverhandlungen über eine Anerkennung hin.
Die Medienreaktionen sind gespalten. Während STC-nahe Netzwerke den Aufruf feiern, sieht die Opposition darin eine Ablenkung vom Krieg gegen die Huthis. Dieses Wiederaufleben fügt der komplexen geopolitischen Lage eine weitere volatile Ebene hinzu und erschwert die Einheit gegen die Huthis.
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