Colossal Biosciences stellt KI-Plattform GenoMorph zur Wiederbelebung des Dodos vor

Wichtige Erkenntnisse
- GenoMorph löst das Problem begrenzter genomischer Daten.
- KI identifiziert 2.300 Ziele für die Gen-Editierung.
- Einsatz von Nanopartikeln beschleunigt die Forschung an Embryonen.
Colossal Biosciences hat GenoMorph gestartet, eine KI-Plattform zur Überwindung genetischer Datenlücken bei De-Extinction-Projekten. Durch die Integration von 3D-Morphologie und vergleichender Genomik identifiziert die Plattform kritische Marker für die Rekonstruktion ausgestorbener Arten, aktuell fokussiert auf den Dodo.
CEO Ben Lamm nennt GenoMorph eine „Schatzkarte“ für das Dodo-Genom. Die KI wurde mit Daten von über 70 Vogelarten trainiert und hat bereits 2.300 Ziele für die Gen-Editierung identifiziert. Lamm betont, dass diese Präzision fundiertere Entscheidungen im Prozess ermöglicht.
Das Unternehmen nutzt Lipid-Nanopartikel, um Gen-Editierungswerkzeuge direkt in Vogel-Embryonen einzuschleusen, was Beobachtungen ohne lange Zuchtzyklen erlaubt. Zudem wurde die Kultivierung von Keimzellen der Nikobarentaube, dem nächsten lebenden Verwandten des Dodos, erfolgreich vorangetrieben.
Die Entwicklung hat großes industrielles Interesse geweckt, unterstützt durch NeoGenesis Capital. Colossal plant, diese Methoden auch in Gesundheit und Landwirtschaft anzuwenden, und setzt damit neue Maßstäbe für eine präzise und testbare Gentechnik im Naturschutz.
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