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Spanien und China nähern sich an – zum Ärger vieler in der EU

BBC World•3 min read•2. Okt. 2026•Updated: vor 11 T.•REF: OPA-261002-BM2
Spanien und China nähern sich an – zum Ärger vieler in der EU

Wichtige Erkenntnisse

  • Chinesische Investitionen in Spanien haben sich im letzten Jahr verdoppelt, mit Großprojekten in der Automobil- und Batteriebranche.
  • Eine Pew-Umfrage zeigt, dass 54 % der Spanier China positiv sehen, gegenüber 30 % für die USA.
  • EU-Länder wie Spanien, Finnland und Griechenland suchen aufgrund von Zweifeln an der Zuverlässigkeit Washingtons nach unabhängigen Sicherheits- und Handelsabkommen.
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Spanien stärkt zunehmend seine wirtschaftlichen Beziehungen zu China, ein Schritt, der innerhalb der Europäischen Union für erhebliche Reibungen gesorgt hat. Während große Mächte wie Deutschland und Frankreich auf einen aggressiveren Kurs gegenüber Peking drängen, um die massiven Handelsungleichgewichte – die von der Europäischen Kommission auf eine Milliarde Euro pro Tag geschätzt werden – anzugehen, wirbt Madrid aktiv um chinesische Investitionen. Diese Divergenz hat dazu geführt, dass Kritiker Spanien vorwerfen, nationale wirtschaftliche Gewinne über die kollektive Sicherheit und die strategischen Interessen der EU zu stellen, insbesondere da die Sorgen über Chinas mutmaßliche indirekte Unterstützung für Russlands Militäroperationen in der Ukraine zunehmen.

Daten der spanischen Agentur ICEX unterstreichen einen Anstieg chinesischen Kapitals, insbesondere in der Automobil- und Batteriebranche, einschließlich Großprojekten von Unternehmen wie Chery, Hithium und CATL. Victor Cortizo, ein Spezialist für chinesisch-spanische Beziehungen, stellt fest, dass sich die chinesischen Investitionen im letzten Jahr verdoppelt haben, während die US-Investitionen in Spanien um etwa eine Milliarde Euro zurückgegangen sind. Auch die öffentliche Meinung in Spanien scheint sich zu wandeln; eine Umfrage des Pew Research Center zeigt, dass 54 % der Spanier eine positive Meinung von China haben, verglichen mit nur 30 %, die die USA, den traditionellen Hauptverbündeten Spaniens, positiv sehen.

Dieser Trend findet nicht im luftleeren Raum statt, da Spanien versucht, seine wirtschaftlichen Partnerschaften angesichts einer wahrgenommenen nachlassenden Zuverlässigkeit der USA zu diversifizieren. Der historische Kontext der Eisenbahnverbindung Yiwu-Madrid dient als physische Manifestation dieser vertieften Beziehungen und erleichtert den Austausch spanischer Produkte gegen chinesische Industriekomponenten. Diese Wende hat jedoch bei europäischen Gesetzgebern die Alarmglocken schrillen lassen, insbesondere nach der Entscheidung Spaniens, einen sensiblen Vertrag über Justizdaten an Huawei zu vergeben, was nach Ansicht von EU-Abgeordneten die Integrität des europäischen Geheimdienstaustauschs und den Binnenmarkt insgesamt gefährden könnte.

Über Spanien hinaus verfolgen auch andere EU-Länder unabhängige Sicherheitsstrategien, was eine breitere Fragmentierung innerhalb des Blocks widerspiegelt. Finnland, das sich durch seine lange Grenze zu Russland exponiert fühlt, hat sich an Israel gewandt, um fortschrittliche Verteidigungssysteme wie 'David's Sling' zu erhalten, und stellt das nationale Überleben über die moralischen Bedenken im Zusammenhang mit dem Gaza-Konflikt. Ähnlich hat Griechenland ein bedeutendes Verteidigungsabkommen mit Israel geschlossen, um regionalen Bedrohungen durch die Türkei entgegenzuwirken. Diese individuellen Manöver unterstreichen eine wachsende Skepsis unter den EU-Mitgliedern hinsichtlich des langfristigen Engagements der USA für die europäische Sicherheit, was zu einem Wettlauf um alternative Bündnisse geführt hat.

Mit Blick auf die Zukunft warnen Experten, dass dieses 'Auseinanderlaufen in alle Richtungen' die Fähigkeit der EU bedroht, in kritischen Sicherheits- und Wirtschaftsfragen mit einer Stimme zu sprechen. Während einzelne Länder argumentieren, dass Diversifizierung in einem volatilen geopolitischen Klima eine pragmatische Notwendigkeit sei, könnte der kumulative Effekt eine Schwächung des europäischen Kollektivs sein. Während die EU darum kämpft, die nationale Souveränität mit der Geschlossenheit des gesamten Blocks in Einklang zu bringen, bleibt das Spannungsfeld zwischen der Verfolgung unmittelbarer wirtschaftlicher Vorteile und der Aufrechterhaltung einer langfristigen strategischen Ausrichtung mit traditionellen Verbündeten eine entscheidende Herausforderung für die Zukunft des Kontinents.

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Mohammad KaramaliStaff JournalistToronto, Canada

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This report was synthesized from BBC World under journalistic fair use.