Südsudan steht vor schwerer Hilfskrise durch schwindende Lebensmittelreserven

Wichtige Erkenntnisse
- Über eine Million Menschen könnten bis Oktober den Zugang zu Nahrungsmittelhilfe verlieren.
- Die Lebensmittelreserven in Malakal sind von 10.000 auf unter 300 Tonnen gefallen.
- Seit Beginn des Konflikts sind 1,4 Millionen Flüchtlinge in den Südsudan gekommen.
Der Südsudan steht vor einem beispiellosen humanitären Notstand, da die Hilfsvorräte aufgrund des Zustroms von Flüchtlingen aus dem benachbarten Sudan auf ein kritisches Niveau gesunken sind. Das Welternährungsprogramm (WFP) warnte, dass mehr als eine Million bedürftige Menschen bis Oktober den Zugang zu lebensrettender Nahrungsmittelhilfe verlieren könnten, sofern keine dringenden internationalen Finanzmittel bereitgestellt werden. Die Krise verschärft sich wöchentlich, da etwa 3.000 Menschen die Nordgrenze überqueren, um dem brutalen Konflikt zu entkommen, der im April 2023 im Sudan ausbrach.
Die Lieferkette der Organisation ist drastisch zusammengebrochen. In Malakal sanken die Lebensmittelreserven von 10.000 Tonnen im letzten Jahr auf heute unter 300 Tonnen. Matthew Hollingworth, stellvertretender Exekutivdirektor des WFP, verwies auf unterbrochene Handelsrouten und steigende Lebensmittelpreise. Er betonte zudem interne Hindernisse wie illegale Kontrollpunkte, die den Zugang zu Hilfsbedürftigen behindern.
Seit Beginn der Feindseligkeiten sind über 1,4 Millionen Flüchtlinge und Rückkehrer im Südsudan angekommen, was die Aufnahmeeinrichtungen in Transitknotenpunkten wie Renk völlig überfordert. Dieser massive Zustrom trifft auf bestehende Schwachstellen wie lokale Konflikte, wirtschaftlichen Zusammenbruch und klimatische Schocks. Viele Familien kommen nach wochenlanger Flucht erschöpft an und finden nur spärliche Unterstützung vor.
Hilfsorganisationen fürchten ohne schnelle finanzielle Hilfe einen vollständigen Zusammenbruch lebenswichtiger Versorgungssysteme. Essenzielle Operationen wie Wasser- und Sanitärversorgung sind aufgrund von Budgetkürzungen gefährdet. Vertriebene warnen, dass weitere Rationskürzungen die bereits hohe Kinderunterernährung in eine landesweite Hungersnot verwandeln werden.
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This report was synthesized from Al Jazeera English under journalistic fair use.
