Spanische Rentnerin stirbt Wochen nach Zwangsräumung, die Massenproteste auslöste

Wichtige Erkenntnisse
- Tod einer Rentnerin nach umstrittener Zwangsräumung
- Mieterhöhung um 275 % als Auslöser
- Wachsende politische Krise durch Wohnungsnot
Maricarmen Abascal, 87, ist verstorben, nachdem ihre Zwangsräumung landesweite Proteste ausgelöst hatte. Sie wurde am 23. September nach 70 Jahren aus ihrer Madrider Wohnung geräumt. Die Mietergewerkschaft bezeichnete den Vorfall als „vermeidbare Tragödie“.
Die Investmentfirma Urbagestión forderte eine Mieterhöhung um 275 %, was Abascals Rente überstieg. Trotz Hilfsangeboten, etwa vom Pianisten James Rhodes, wurde die Räumung durch die Polizei vollstreckt. Amnesty International kritisierte, dass spekulative Interessen über Menschenrechte gestellt wurden.
Die Familie lebte seit 1956 in der Wohnung, bevor Investoren das Gebäude 2018 erwarben. Die spanische Zentralbank schätzt ein Defizit von 700.000 Wohnungen, was die Spannungen zwischen Vermietern und Mietern verschärft.
Der öffentliche Aufschrei belastet die Regierung von Pedro Sánchez. Demonstranten an der Puerta del Sol fordern nun strengere Mietpreisbremsen und einen besseren Mieterschutz.
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