Spanische Rentnerin nach umstrittener Zwangsräumung mit 87 Jahren verstorben

Wichtige Erkenntnisse
- Tod von Maricarmen, Symbolfigur der spanischen Wohnungsnot
- 26 % der Mieter in Spanien zahlen über 40 % ihres Einkommens für Miete
- Wohnungsfrage wird zum zentralen Thema der Wahlen am 29. November
María del Carmen Abascal, deren gewaltsame Räumung in Madrid landesweite Proteste und eine politische Krise auslöste, ist am Mittwoch verstorben. „Maricarmen“ wurde zum Symbol für den Kampf gegen die Wohnungsnot. Ministerpräsident Pedro Sánchez drückte sein Beileid aus und nannte den Verlust eine nationale Angelegenheit.
Die Bilder ihrer Räumung auf einer Trage am 23. September lösten Empörung aus. Obwohl der Vermieter nach öffentlichem Druck einlenkte, betonte die Mietergewerkschaft, dies sei „zu spät“ gekommen. Ihre Anwältin kritisierte die Gewalt bei solchen Räumungen scharf.
Der Fall verdeutlicht die Wohnungsnot: Die Mieten haben sich in einem Jahrzehnt fast verdoppelt. 26 % der Mieter geben über 40 % ihres Einkommens für Wohnkosten aus. Maricarmen lebte seit ihrer Kindheit in der Wohnung.
Der Fall belastet die Regierung schwer. Nach dem Scheitern von Notfallgesetzen rief Sánchez vorgezogene Wahlen für den 29. November aus und machte die Wohnungsfrage zum zentralen Wahlkampfthema.
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