HRW warnt: US-Abschiebungen in afrikanische Drittstaaten verletzen Menschenrechte

Wichtige Erkenntnisse
- Über 500 Abschiebungen in Drittstaaten seit 2025.
- Verstoß gegen das Non-Refoulement-Prinzip und Menschenrechte.
- DHS rechtfertigt Praxis als Sicherheitsmaßnahme gegen Kriminelle.
Human Rights Watch (HRW) kritisiert die USA scharf für die Abschiebung von Migranten in afrikanische Drittstaaten. Laut einem neuen Bericht wurden seit dem Amtsantritt von Donald Trump 2025 über 500 Personen in Länder transferiert, deren Staatsbürgerschaft sie nicht besitzen. Dort drohen ihnen willkürliche Inhaftierung und die Gefahr der Abschiebung in ihre gefährlichen Heimatländer.
Die Organisation dokumentierte Berichte von 24 Betroffenen über unmenschliche Bedingungen, darunter stundenlanges Anketten und mangelnde Versorgung. Michael Garcia Bochenek von HRW bezeichnete die Praxis als gezielte Politik des Leids zur Abschreckung. Zudem wurden LGBT-Personen in Länder gebracht, in denen Homosexualität kriminalisiert wird.
Das US-Heimatschutzministerium (DHS) verteidigt die Transfers als notwendiges Sicherheitsinstrument gegen gefährliche Kriminelle. Man habe diplomatische Zusicherungen von Gastländern wie Ghana, Südsudan und der DR Kongo erhalten. Nach der Entlassung aus dem US-Gewahrsam sei man für das Wohlergehen nicht mehr verantwortlich.
Menschenrechtler warnen, dass diese geheimen Abkommen das völkerrechtliche Non-Refoulement-Prinzip verletzen. Da Betroffene in Ländern wie der DR Kongo unter Druck gesetzt werden, in ihre Heimat zurückzukehren, drohen der US-Regierung weitere internationale juristische Auseinandersetzungen.
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