Gewaltsame Proteste gegen Sparmaßnahmen legen Brüssel lahm

Wichtige Erkenntnisse
- 30.000 Demonstranten in Brüssel
- Protest gegen 10-Milliarden-Euro-Sparpaket
- Drohender Generalstreik im November
In Brüssel kam es zu gewaltsamen Zusammenstößen, als rund 30.000 Demonstranten, darunter Studenten und Gewerkschafter, gegen geplante Sparmaßnahmen protestierten. Die Polizei setzte Wasserwerfer und Tränengas ein, nachdem Demonstranten Pflastersteine und Feuerwerkskörper geworfen hatten.
Die Polizei meldete Waffenbeschlagnahmungen und Sachschäden. Gewerkschaftsvertreter Luc Toussaint betonte: „Die Lage verschlechtert sich rapide, die Menschen haben genug.“ Die Protestierenden fordern eine Besteuerung von Spitzenverdienern statt Kürzungen bei öffentlichen Dienstleistungen.
Die Proteste richten sich gegen den Plan von Premierminister Bart De Wever, die Staatsausgaben um 10 Milliarden Euro zu kürzen, um das Defizit zu senken. Die Sparpläne treffen besonders Bildung und Gesundheit und sorgen für Empörung in den französischsprachigen Regionen.
De Wever verhandelt bis Mitte Oktober über den Haushalt. Angesichts der Verkehrsbehinderungen droht die Gewerkschaft ABVV mit einem landesweiten Generalstreik im November, falls die Regierung die Kürzungen nicht zurücknimmt.
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