Südkorea: Heimleiter wegen sexuellen Missbrauchs von Behinderten verurteilt

Wichtige Erkenntnisse
- 15 Jahre Haft für den Heimleiter
- Schließung der Einrichtung Saedongwon
- Forderung nach Reformen zum Schutz nicht-verbaler Opfer
Ein Gericht in Seoul hat den Leiter der staatlich finanzierten Einrichtung Saedongwon zu 15 Jahren Haft verurteilt. Er missbrauchte systematisch Bewohner mit geistiger Behinderung. Der Fall wurde im Februar 2025 nach einer Verletzung einer Bewohnerin aufgedeckt.
Das Gericht stützte sich auf die Aussagen dreier Opfer; der Angeklagte bestreitet die Vorwürfe und geht in Berufung. Kritiker bemängeln, dass das Verfahren nur verbale Aussagen berücksichtigte, obwohl Berichte von mindestens zehn Opfern ausgehen.
Die Einrichtung wurde zur Schließung gezwungen. Die Ermittlungen deckten massive Aufsichtsmängel auf, da Mitarbeiter den Zugang zu Überwachungsaufnahmen blockierten.
Der Fall löste eine landesweite Debatte über den Schutz behinderter Menschen in staatlichen Heimen aus. Aktivisten fordern eine umfassende Reform der Ermittlungsprotokolle, um auch nicht-verbale Opfer zu schützen und staatliche Aufsichtsmechanismen zu stärken.
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