Bridge Neurotech startet mit 13,5 Millionen Dollar für Ultraschall-Gehirn-Computer-Schnittstellen

Wichtige Erkenntnisse
- Bridge Neurotech sammelt 13,5 Mio. USD für nicht-invasive Gehirn-Schnittstellen.
- Einsatz von Ultraschall statt chirurgischer Elektroden zur Risikominimierung.
- Nutzung von KI zur Kompensation von Latenzzeiten bei der Signalverarbeitung.
Bridge Neurotech hat offiziell den Betrieb aufgenommen und 13,5 Millionen Dollar eingeworben, um eine nicht-invasive, auf Ultraschall basierende Gehirn-Computer-Schnittstelle zu entwickeln. Das Unternehmen tritt damit in direkte Konkurrenz zu Merge Labs. Die Finanzierungsrunde wird unter anderem von General Catalyst unterstützt. Gründer Will Biederman, der zuvor Chip-Technologien für Neuralink entwickelte, will die chirurgischen Risiken herkömmlicher Implantate durch die Nutzung von Schallwellen umgehen.
Im Gegensatz zu invasiven Systemen, die das Anbohren des Schädels erfordern, setzt Bridge auf ein tragbares Gerät, das Kopfhörern ähnelt. „Es ist eine Frage der Vision; niemand möchte wirklich ein Loch im Kopf haben“, so Biederman. Er betonte, dass die Risiken der Neurochirurgie nicht unterschätzt werden dürften und bisherige Studien weltweit nur etwa 100 Teilnehmer erreichten.
Die Technologie basiert auf der Arbeit von Arbor Neuroscience, wobei Ultraschall den Blutfluss misst, der neuronale Aktivität widerspiegelt. Experten weisen jedoch darauf hin, dass hämodynamische Veränderungen langsamer sind als elektrische Impulse, was bei Echtzeitaufgaben zu Latenzproblemen führt.
Um diese Verzögerung auszugleichen, plant Bridge den Einsatz prädiktiver KI-Modelle. Das Unternehmen hat eine klinische Studie in Kalifornien gestartet, um Halbleitersonden zu testen, steht jedoch vor der technischen Herausforderung, den dicken Schädelknochen ohne Signalverlust zu durchdringen.
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